Jülich. Die Umlage nach dem „Erneuerbaren Energien Gesetz“ (EEG) wird ab Januar auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde steigen. Das gaben die deutschen Netzbetreiber vor einigen Tagen bekannt.

Die aktuelle Steigerung ist der höchste Wert seit Einführung der EEG-Umlage im Jahr 2000. Mit dieser Umlage unterstützt der Gesetzgeber die Energiegewinnung aus Wind, Sonne, Wasser, Biomasse und Erdwärme. Die Kosten der Energiewende machen sich nicht nur in der EEG Umlage bemerkbar, sondern auch in weiteren steigenden, staatlich veranlassten Abgaben und in steigenden Netzentgelten (Netzaus- und -umbau).

Weitere Abgaben-Steigerung
Auch die Netzbetreiber werden zum 1. Januar ihre Netzentgelte erhöhen. Dazu haben sie bisher nur vorläufige Werte veröffentlicht.

Für die Stadtwerke Jülich GmbH (SWJ) – wie für viele andere Anbieter auch –  bedeutet das: „Wir werden ab Januar an einer Erhöhung des Strompreises in der Grundversorgung – dem SWJ Basis-Strom – nicht vorbeikommen“, erläutert Grit Köhler, SWJ-Vertriebs- und Marketing-Leiterin.  In den letzten 24 Monaten gelang es der SWJ, durch eine kluge Einkaufspolitik die Strompreise in der Grundversorgung stabil zu halten.

„Die Erhöhung der EEG-Umlage, weiterer, ebenso staatlich veranlasster Abgaben und der Netzentgelte ist so deutlich, dass wir preislich nachsteuern müssen. Mittlerweile sind rund 90 Prozent des Strompreises nicht mehr von uns Energieversorgern beeinflussbar. Sie sind auf unternehmensexterne Faktoren wie Umlagen und Abgaben zurückzuführen“, erläutert Grit Köhler. „Natürlich versuchen wir, die Mehrbelastungen für unsere Kunden möglichst gering zu halten.“

Bei einem durchschnittlichen Verbrauch einer vierköpfigen Familie von etwa 3.500 Kilowatt-Stunden im Jahr entstehen Mehrkosten von etwa 2,80 Euro pro Monat.