Unsere Geschichte
Seit 1869 für Jülich da
Was einst mit Gas, Wasser und Strom begann, steht heute für eine attraktive Energiezukunft. Seit 1911 gestalten wir als vertrauter Partner und Förderer Jülich aktiv mit – seit 2001 als GmbH. Wie aus einer Gasanstalt am Rurufer fünf Netze wurden, erzählt diese Seite. Was sich dabei nie geändert hat: Die Versorgung bleibt in Jülicher Hand.
1869 - 1945
Gaslicht, Wasser, Strom – drei mutige Beschlüsse
Jülich baut seine Versorgung selbst. Ohne private Investoren, gegen das eigene Geschäftsinteresse, und am Ende unter einem Dach.
1869
Das erste Licht
1867 entscheidet der Stadtrat: Jülich baut sein Gaswerk selbst, ohne private Investoren. Zwei Jahre später brennt das erste Gaslicht. Am Rurufer entsteht die städtische Gasanstalt, An der Vogelstange, noch heute Sitz der Stadtwerke.
1902
Wasser für die Stadt
239 Privatbrunnen versorgen Jülich – bis das Wasserwerk an der Römerstraße ans Netz geht. Ein 42 Meter hoher Turm hält den Druck in den Leitungen.
1909
Trotzdem Strom
Der Strom gefährdet das einträgliche Gasgeschäft. Der Rat entscheidet sich trotzdem dafür – die Bürgerschaft bekommt Licht aus der Steckdose. Drei Trafostationen verteilen ihn in der Stadt: am Markt, am Schwanenteich, an der Ziegelei.
1911
Ein Verbund
Gas, Wasser und Strom rücken zusammen: Ab 1911 führt Jülich seine Versorgungsanstalten unter einer Leitung. Aus drei Werken wird ein Verbund – und der Punkt, ab dem die Stadtwerke ihr Alter zählen.
1930
Letzte Retorte
Der Erste Weltkrieg macht Kohle teuer, Strom ersetzt das Gaslicht. 1930 endet die eigene Gasproduktion: Jülich geht an die Ferngasleitung Alsdorf–Köln. 61 Jahre lang hatte die Retorte aus Steinkohle Gas für die Stadt gemacht.
1945 - 2000
Zuerst zurückgeholt. Dann weit über die alte Stadt hinaus.
Nach der Zerstörung muss jede Leitung neu gelegt werden. Danach wächst Jülich – und mit der Stadt wächst der Auftrag.
1948
Zurück ins Netz
Wasser, Gas und Strom müssen Stück für Stück zurückgeholt werden. Mit der Währungsreform 1948 nimmt der Wiederaufbau Fahrt auf. Die Stadt kehrt zurück – und mit ihr die Leitungen.
1950
Ein Name
Die Versorgungsbetriebe der Stadt werden zu den Stadtwerken Jülich. 1957 ersetzt ein neuer Wasserturm den zerstörten – nicht am alten Platz, sondern in Stetternich. Das Versorgungsgebiet ist gewachsen. Das erste Zeichen der Stadtwerke hängt bis heute an der Tür An der Vogelstange.
1969
Erdgas
Jülich stellt auf Erdgas um. Im selben Jahr überschreitet die Stadt die Marke von 20.000 Einwohnern. In den Wohnungen wächst der Verbrauch schneller als die Stadt: Aus Beleuchtung wird Alltagsversorgung.
1972
Über die Stadtgrenze
Mit der kommunalen Neugliederung kommen zahlreiche Ortschaften hinzu – und mit ihnen neue Brunnen, neue Leitungen, neue Verantwortung.
1982
Das vierte Netz
Mit dem ersten Blockheizkraftwerk kommt die Fernwärme nach Jülich. Dieselbe Anlage wärmt das Hallenbad, das die Stadtwerke im selben Jahr als eigenen Betriebszweig übernehmen. Neben Strom, Gas und Wasser steht nun ein vierter Versorgungsauftrag.
2000 – heute
Eigenständig, erneuerbar, digital
Aus dem Eigenbetrieb wird ein Unternehmen. Aus Kohle wird Sonne. Aus vier Netzen werden fünf und Jülich bleibt der Eigentümer.
2001
Eigenständig
Aus dem städtischen Eigenbetrieb wird die Stadtwerke Jülich GmbH. Seit 2024 hält auch der Kreis Düren Anteile – die Versorgung bleibt kommunal.
2003
Bäder
Das Freibad soll schließen – über 4.000 Jülicher unterschreiben dagegen. Die Stadtwerke übernehmen den Betrieb, gemeinsam mit dem neu gegründeten Förderverein Freibad Jülich. 2025 wird das Bad 100 Jahre alt; im selben Jahr schließt das Hallenbad.
Sonne
Strom vom Dach
Was früher aus Kohle kam, wächst heute auf Dächern. Seit 2009 bauen die Stadtwerke Solarstrom in Jülich aus – Fläche für Fläche, in der Stadt für die Stadt.
2024
Die neue Sonne
Zwei versetzte Quadrate – der Grundriss der Zitadelle – werden zum Achterstern. Sie symbolisiert sowohl die Zitadelle als auch unsere Sonne.
1911 – 2025


























