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Rah­men­be­din­gun­gen haben sich ver­än­dert: SWJ passt zum 1. Janu­ar Was­ser­preis-Struk­tur an

Jülich. „Die bis­he­ri­ge Was­ser­preis-Struk­tur ist nahe­zu 40 Jah­re alt. In der Zeit hat sich viel ver­än­dert“, erläu­tert Rai­ner Derichs, Kauf­män­ni­scher Lei­ter der Stadt­wer­ke Jülich GmbH (SWJ). „Das war der Grund, war­um wir unser Berech­nungs­mo­dell über­prüft haben.“ Ab dem 1. Janu­ar wird die neue Was­ser­preis-Struk­tur ihre Anwen­dung finden.

Die sei­ner­zeit zugrun­de geleg­ten demo­gra­fi­schen Daten tref­fen heu­te genau­so wenig mehr zu wie die damals kal­ku­lier­ten Men­gen. „Wir wer­den heu­te mit geän­der­tem Nut­zungs­ver­hal­ten und rück­läu­fi­gen Ver­bräu­chen kon­fron­tiert“, macht Dr. Hil­de­gard Hoecker, Lei­te­rin des SWJ-Shared Ser­vices deut­lich. „Die stark rück­läu­fi­ge Ent­wick­lung des Pro-Kopf-Ver­brauchs führt zu einer Nicht-Aus­las­tung von Tei­len des Was­ser­net­zes und damit zu erhöh­ten Instandhaltungskosten.“

In den 1970-er Jah­ren ent­schied man sich für eine Berech­nung, die in einen „Grund­preis“ und einen „Arbeits­preis“ auf­ge­teilt war. Mit dem „Grund­preis“ wur­de ein monat­lich fes­ter Preis für die Instand­hal­tung des Was­ser­net­zes und die Kos­ten für die För­de­rung berech­net, der „Arbeits­preis“ basier­te auf dem jewei­li­gen Ver­brauch. Die­ses Modell, basie­rend auf Wohn­ein­hei­ten, wur­de sowohl für Pri­vat-Haus­hal­te als auch für Gewer­be­kun­den angewandt.

Zukünf­tig Zwei-Säu­len-Modell
Bei der Sys­tem­über­prü­fung ließ sich die SWJ von exter­nen Fach­leu­ten bera­ten. Zukünf­tig wird die SWJ nun ein Zwei-Säu­len-Modell nut­zen, das bereits in ande­ren Regio­nen erfolg­reich ein­ge­setzt wird: Einer Berech­nung des Sys­tem­prei­ses – ana­log des alten Grund­prei­ses) nach Wohn­ein­hei­ten bei pri­va­ten Haus­hal­ten und einer Berech­nung des Sys­tem­prei­ses nach Ver­brauchs­grup­pen bei Nicht-Haus­halts­kun­den (wie bei­spiels­wei­se Kran­ken­häu­sern) und Gewer­be­kun­den. Der Arbeits­preis pro Kubik­me­ter sinkt dabei leicht und bleibt für alle Kun­den einheitlich.

„Unser Ziel dabei war es, das neue Was­ser­preis-Sys­tem erlös­neu­tral zu gestal­ten. Dar­über hin­aus soll­te es den aktu­el­len Gege­ben­hei­ten ange­passt wer­den“, so Rai­ner Derichs.

Haus­hal­te nach Wohn­ein­hei­ten
„Bei den Haus­hal­ten hat sich die Berech­nung des Sys­tem­prei­ses nach Wohn­ein­hei­ten – nach wie vor – als sinn­voll bestä­tigt“, erklärt Rai­ner Derichs. „Und sie ist, wie die Über­prü­fung zeig­te, noch immer zeit­ge­mäß.“ Der Was­ser­ver­brauch wird aus dem „Arbeits­preis“ für die bezo­ge­ne Was­ser­men­ge in Kubik­me­ter und dem zuge­hö­ri­gen „Sys­tem­preis“ berech­net. Der „Sys­tem­preis“ löst zukünf­tig den „Grund­preis“ ab. Er dient der Deckung der Infra­struk­tur­kos­ten, die zur Vor­hal­tung des Was­ser­net­zes sowie für die För­de­rung erfor­der­lich sind. Dabei sinkt der Sys­tem­preis, je mehr Woh­nun­gen in einem Haus vor­han­den sind.

Für Haus­hal­te in Ein­fa­mi­li­en­häu­sern bedeu­tet das: Durch­schnitt­lich zah­len sie zukünf­tig 16 Euro im Jahr (ca. 1,33 Euro pro Monat) mehr. Durch­schnitt­li­che Haus­hal­te in Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern wer­den dage­gen entlastet.

Nicht-Haus­hal­te nach Ver­brauch
Bei Nicht-Haus­hal­ten und Gewer­be­kun­den wird es ab Janu­ar eine Ver­än­de­rung der Berech­nung des Sys­tem­prei­ses geben. Die­ser ist abhän­gig von der Höhe des Was­ser­ver­brauchs des Gewer­be­kun­den. „Eine sol­che Berech­nung kommt den Wün­schen vie­ler unse­rer Kun­den ent­ge­gen“, erklärt Hil­de­gard Hoecker. „Sie ist ein­fach gerech­ter, weil nur der­je­ni­ge einen hohen Sys­tem­preis zah­len muss, der durch einen hohen Ver­brauch auch die Dimen­sio­nie­rung des Was­ser­net­zes und die Vor­hal­te­leis­tung deut­lich beein­flusst. “ Über die­se Neu-Berech­nung wer­den sich vor allem die SWJ-Kun­den freu­en, die gro­ße Flä­chen bewirt­schaf­ten, aber wenig Was­ser benö­ti­gen. „Sie wer­den eine deut­li­che Erspar­nis haben“, erläu­tert Rai­ner Derichs.

Den Ver­gleich mit ande­ren Anbie­tern in der Regi­on hal­ten die Was­ser­prei­se der SWJ locker aus: „Wir sind im regio­na­len Umfeld immer noch einer der güns­tigs­ten Anbie­ter“, weiß er.

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