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Par­ti­el­le Son­nen­fins­ter­nis bringt Her­aus­for­de­rung für Stromnetz:

Stadt­wer­ke Jülich wer­den not­wen­di­ge Maß­nah­men ergreifen

Ein sel­te­nes Ereig­nis bewegt zur­zeit nicht nur die Astro­no­mie-begeis­ter­ten Men­schen, son­dern auch die Strom­ver­sor­ger in ganz Euro­pa: die par­ti­el­le Son­nen­fins­ter­nis am Frei­tag, den 20. März. Sie wird zwi­schen 9.30 Uhr und 12.00 Uhr statt­fin­den und bewirkt, dass 80 Pro­zent der Son­ne vom Mond ver­deckt werden.

„Für uns Strom­ver­sor­ger ist die­se par­ti­el­le Son­nen­fins­ter­nis eine gro­ße Her­aus­for­de­rung“, erläu­tert Jür­gen Söb­bing, Tech­ni­scher Lei­ter der Stadt­wer­ke Jülich GmbH (SWJ). Er berei­tet sich gemein­sam mit sei­nen Mit­ar­bei­tern sorg­fäl­tig dar­auf vor, dass die Jüli­cher Bevöl­ke­rung von den Aus­wir­kun­gen auf das Strom­netz so wenig wie mög­lich mit­be­kom­men wer­den. „Alle not­wen­di­gen Maß­nah­men wer­den ergrif­fen wer­den“, betont er.

Vari­an­te: Strah­len­der Son­nen­schein
Denk­bar sind meh­re­re wet­ter-abhän­gi­ge Vari­an­ten: Wenn am Frei­tag die Son­ne inten­siv von einem wol­ken­lo­sen Him­mel scheint, wer­den durch die Fins­ter­nis in ganz Deutsch­land ab 9.30 Uhr fast ein Drit­tel des Stroms, der von Pho­to­vol­ta­ik-Anla­gen ein­ge­speist wird, sehr schnell vom Netz gehen. In der zwei­ten Hälf­te der Son­nen­fins­ter­nis, etwa ab 10.42 Uhr, wer­den wegen der dann höher ste­hen­den Son­ne bis zu 19 Giga­watt in kür­zes­ter Zeit wie­der ins Netz gespeist wer­den. 19 Giga­watt ent­spre­chen einer Leis­tung von 19 Großkraftwerken.

„Hier gilt es, das Netz zu schüt­zen“, erklärt Wil­li Blick, SWJ-Lei­ter Netz­be­trieb. Es kann bedeu­ten, dass der Netz­be­trei­ber West­netz, der auch die SWJ belie­fert, die Ein­spei­sung der Pho­to­vol­ta­ik-Anla­gen bereits vor­her ganz oder teil­wei­se abschal­tet und sie nach Been­di­gung der Son­nen­fins­ter­nis erst wie­der suk­zes­si­ve anfährt. Damit kommt es nicht zu die­sen extre­men Schwankungen.

Vari­an­te: Bewölk­ter Him­mel
„Viel hängt vom Wet­ter am kom­men­den Frei­tag ab“, weiß Jür­gen Söb­bing. Des­halb wün­schen sich die SWJ-Mit­ar­bei­ter einen bewölk­ten Him­mel oder Regen. „Dann wird die par­ti­el­le Son­nen­fins­ter­nis kei­ne – oder zumin­dest nur weni­ge – Aus­wir­kun­gen auf die Strom­ver­sor­gung haben.“ Denn bei bewölk­tem Him­mel ist die Strom­ein­spei­sung durch die Pho­to­vol­ta­ik-Anla­gen gleich­mä­ßi­ger. So bewirkt dann die Son­nen­fins­ter­nis kei­ne gro­ßen Einspeisungs-Schwankungen.

Die nächs­te Beob­ach­tungs­chan­ce für eine par­ti­el­le Son­nen­fins­ter­nis in Deutsch­land gibt es am 25. Okto­ber 2022. Eine tota­le Son­nen­fins­ter­nis fin­det über Euro­pa erst wie­der am 12. August 2026 statt und über Deutsch­land erst am 3. Sep­tem­ber 2081.

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