Ersatzversorgung / Ersatzbelieferung Gas

Ersatzversorgung / Ersatzbelieferung – Was ist das?

Die Stadtwerke Jülich GmbH ist nach dem EnWG in der Fassung vom 13. Juli 2005 als Energieversorger im Rahmen der Ersatzversorgung / Ersatzbelieferung für maximal drei Monate für die Belieferung von Letztverbrauchern im Netzgebiet Jülich mit Strom und Gas verpflichtet.

Um sicherzustellen, dass Sie danach auch weiterhin mit Strom beliefert werden, müssen Sie in dieser Zeit einen Stromliefervertrag abschließen. Wir freuen uns natürlich, wenn Sie diesen Stromliefervertrag mit uns abschließen.
Gerne erstellen wir Ihnen ein Angebot – sprechen Sie uns an.

Kontakt für nicht leistungsgemessene Letztverbraucher (Verbrauch unter 1.500.000 kWh/Jahr):
E-Mail: service@stadtwerke-juelich.de
Telefon: 02461 625-122

Kontakt für leistungsgemessene Letztverbraucher (Verbrauch ab 1.500.000 kWh/Jahr):
Letztverbraucher: Hiltrud Hanné
E-Mail: h.hanné@stadtwerke-juelich.de
Telefon: 02461 625-128

Grundlage für die Ersatzbelieferung von leistungsgemessenen Letztverbrauchern sind die nachfolgenden Preise:

1. Arbeitspreis 5,24 ct/kWh
Bei dem Arbeitspreis handelt es sich um einen reinen Energiepreis, der sich um die folgenden gesetzlich vorgeschriebenen Steuern und Aufschläge (Ziff. 2-3) sowie um die Netznutzungsentgelte (Ziff. 4) und die Bilanzierungsumlage (Ziff. 5) erhöht:

2. Steuern
Die genannten Preise sind Nettopreise zuzüglich der auf den Vertragsgegenstand (wie Erzeugung, Fortleitung, Lieferung oder Entnahme elektrischer Energie) entfallenden Steuern, insbesondere der Erdgassteuer (z. Zt. 0,55 ct/kWh) sowie der Umsatzsteuer in der jeweils gesetzlich vorgeschriebenen Höhe.

3. Hoheitliche Belastungen
Werden die Leistungen der diesen Bedingungen zugrunde liegenden Verträge oder, soweit zur Erbringung dieser Leistungen erforderlich die Erzeugung, Übertragung, Verteilung oder der Handel elektrischer Energie mit weiteren die jeweilige Leistung unmittelbar betreffenden, hoheitlich auferlegten Belastungen belegt oder ändert sich die Höhe einer der genannten Belastungen, ist der Lieferant berechtigt, diese Änderungen mit Inkrafttreten der betreffenden Regelung dem Kunden in der jeweils gültigen Höhe weiterzugeben, soweit die jeweilige gesetzliche Regelung dem nicht entgegensteht. Bei einem Wegfall oder einer Absenkung ist der Lieferant zu einer Weitergabe verpflichtet. Der Kunde wird über die Anpassung der Entgelte spätestens mit der Rechnungsstellung informiert.

4. Netznutzungsentgelte:
Die aktuellen Netznutzungsentgelte entnehmen Sie bitte der aktuellen Internetseite des Netzbetreibers: netz.stadtwerke-juelich.com

4.1
Es werden die jeweils gültigen Netznutzungsentgelte des Netzbetreibers (einschl. Konzessionsabgabe – KA) und die Kosten des Messstellenbetriebs in Rechnung gestellt.

4.2
Änderungen der Netzzugangsentgelte werden gegenüber dem Kunden mit dem Zeitpunkt wirksam, in dem sie gegenüber der SWJ wirksam werden.

4.3
Sollte sich innerhalb der Vertragslaufzeit, die Benutzungsstundenstruktur des Kunden ändern und vom ursprünglich prognostizierten Bedarf in der Form abweichen, dass sich die Grundlage zur Ermittlung der Netzzugangsentgelte ändert, so werden die daraus resultierenden Veränderungen des Netzbetreibers gegenüber dem Kunden mit dem Zeitpunkt wirksam, in dem sie gegenüber der SWJ wirksam werden.

4.4
Im Falle, dass gegen die Netznutzungsentgelte im Rahmen von behördlichen oder gerichtlichen Verfahren Rechtsmittel eingelegt werden bzw. sind derartige Verfahren bereits anhängig (z.B. durch den Netzbetreiber, an dessen Netz der Kunde angeschlossen ist, vorgelagerte Netzbetreiber – hinsichtlich ihrer Entgelte – oder Dritte), ist zwischen den Parteien dieses Vertrages abschließend das rechts- bzw. bestandskräftige Entgelt maßgeblich, dass der Lieferant an den Netzbetreiber zu leisten hat. Bis zu diesem Zeitpunkt erfolgt die Abrechnung auf der Grundlage des genehmigten oder bestimmten, gegebenenfalls vorläufigen Netzzugangsentgelts. Dies kann dazu führen, dass Netzzugangsentgelte für vorangegangene Zeiträume – gegebenenfalls nach Beendigung dieses Vertrages – nachgefordert bzw. zurückgezahlt werden müssen. Rück- oder Nachzahlungen werden für den jeweiligen Zeitraum mit dem angewendeten Basiszinssatz vom Netzbetreiber verzinst.

5. Bilanzierungsumlage
Zur Deckung des zu erwartenden Fehlbetrages aus dem Einsatz von Regel- und Ausgleichsenergie wird gemäß GaBi Gas 2.0 u.a. eine RLM Bilanzierungsumlage erhoben. Diese ist von Bilanzkreisverantwortlichen zu tragen, die RLM Entnahmestellen beliefern. Die erstmalige Festlegung der RLM Bilanzierungsumlage erfolgte zum 1. Oktober 2015.

Für die Umlageperiode 01.10.2018 – 30.09.2019 werden 0,60 €/MWh erhoben.