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Fragen und Antworten

Zur Versorgung in Krisenfällen.

Ist die Versorgung mit Energie und Trinkwasser gesichert?

Derzeit sehen wir kein Risiko für die Versorgungssicherheit. Wir führen regelmäßig Risikobewertungen durch, da sich die Lage national und international als sehr dynamisch abzeichnet. Die Situation muss vor dem Hintergrund der zunehmenden Krankenfälle sowie der Dauer der Pandemie immer wieder neu bewertet werden. Deshalb beobachten wir die aktuellen Entwicklungen und passen unsere Vorsorgemaßnahmen täglich in morgendlichen Telefonkonferenzen an. Dabei stehen wir selbstverständlich in engem Austausch mit der Stadt Jülich.

Im Rahmen unseres technischen Sicherheitsmanagements haben wir Prozesse aufgesetzt, die regelmäßig getestet, geprüft und evaluiert werden. Für den sicheren Betrieb der Energienetze gilt zudem das so genannte N-1 Kriterium: Dieses Kriterium besagt, dass auch bei Ausfall einer wichtigen technischen Komponente die Netzsicherheit gewährleistet bleiben muss. Fällt eine wichtige Komponente aus, übernimmt ein anderes Betriebsmittel dessen Funktion.

Mit Blick auf die Wasserversorgung hat das Umweltbundesamt bestätigt, dass Trinkwasser, das ‚unter Beachtung der allgemein anerkannten Regeln der Technik gewonnen, aufbereitet und verteilt‘ wird, ’sehr gut gegen alle Viren, einschließlich Corona Viren geschützt‘ ist. Ein weiterer Sicherheitsaspekt ist, dass unser SWJ-Wasser von drei Brunnen aus einer Tiefe von 130 m gefördert wird. Es ist von konstant guter Wasserqualität, die laufend überprüft wird.

Sind die Stadtwerke Jülich auf Krisenfälle vorbereitet?

Als Betreiber systemrelevanter Infrastrukturen ist das Krisen- und Notfallmanagement für die Stadtwerke Jülich GmbH eine Daueraufgabe höchster Priorität. Die Energiewirtschaft hat im Rahmen ihres Krisen- und Notfallmanagements Prozesse aufgesetzt, die regelmäßig getestet, geprüft und evaluiert werden. Neben Vorsorgemaßnahmen zum Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist die Sicherstellung der Energie- und Wasserversorgung das oberste Ziel. Versorger können auf Pandemie-, Vorsorge- und Notfallpläne zurückgreifen. Zuletzt wurden diese bei der Vogelgrippe erfolgreich eingesetzt.

Welche Maßnahmen treffen die Stadtwerke Jülich?

Unsere Maßnahmen um die Infektionsgefahr für Sie, unsere Kunden und unsere Mitarbeiter einzudämmen und zur Unterstützung der weitreichenden Maßnahmen des Bundes und der Länder zur Verlangsamung der Virus-Ausbreitung im Einzelnen:

  • Für alle Mitarbeiter, deren Anwesenheit nicht dringend notwendig ist, wurde die Möglichkeit zum Arbeiten im Home-Office geschaffen
  • Die Absage von Veranstaltungen wurde schon früh umgesetzt
  • Dienstreisen sind untersagt
  • Hygieneregeln, wie regelmäßiges Waschen und Desinfizieren der Hände, wurden aufgestellt
  • Kundenzentrum und Hallenbad sind geschlossen
  • Baumaßnahmen, die nicht zwingend erforderlich sind, wurden verschoben
  • Sogenannte Turnus-Wechsel von Zählern werden nicht durchgeführt
  • Es gibt Abstandsregelungen bei Besprechungen mit mehreren Mitarbeitern
  • Besprechungen erfolgen nun fast ausschließlich Mittels Video- oder Telefonkonferenzen

Für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die direkt für die Sicherung der Energie- und Wasserversorgung verantwortlich sind, gelten besondere Vorsorgemaßnahmen. Dies gilt insbesondere für unseren Bereitschaftsdienst. Die Kollegen der technischen Rufbereitschaft sind bis auf weiteres von verschiebbarer Arbeit freigestellt und stehen dafür rund um die Uhr für eventuell anfallende Störungen bereit. Die übrigen Kollegen der Technik nehmen unter Berücksichtigung von Sicherheitsvorkehrungen notwendige Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen vor.

Wie kann sichergestellt werden, dass in den besonders sensiblen Bereichen der Unternehmen auch bei erheblicher Zunahme an Infektionen immer genügend Mitarbeiter zur Verfügung stehen?

Größtes Augenmerk legt die Stadtwerke Jülich GmbH auf die Sicherstellung von betriebsnotwendigem Personal (sowohl eigenes als auch solches von Dienstleistern). Dies gilt v. a. für die Netzleitstellen sowie für die technischen Rufbereitschaften zur Entstörung. Hier werden zusätzlich vorsorgliche Maßnahmen für den Fall einer Quarantäneanordnung ergriffen.

Wir bewerten kontinuierlich, welche spezifische Maßnahmen erforderlich sind. Hierzu gehören:

  • Zutrittsbeschränkungen für relevante Gebäudebereiche.
  • Der Schutz des Schlüsselpersonals zur Sicherstellung der betrieblichen Abläufe innerhalb der Organisation zur Sicherstellung eines Notbetriebs.
  • die Isolierung von notwendigem Fachpersonal für den Betrieb sensibler Bereiche voneinander.
  • Vorkehrungen. dass Personal bei Auftreten eines Verdachtsfalls im Team aus getrennten Räumen arbeiten kann.
  • Die Planung des Personaleinsatzes nach ausgearbeiteten Notfallschichtplänen.
Angenommen, bestimmte Regionen werden unter Quarantäne gestellt: Wie kann die personelle Besetzung von wichtigen technischen Betriebsteilen sichergestellt werden?

Die Stadtwerke Jülich GmbH ist als Strom,-, Gas- und Wasserlieferant systemrelevant und dient mit Ihren Leistungen der Aufrechterhaltung der öffentlichen Versorgungssicherheit. Werden Gebietsquarantänen (sowohl Ausgangs- als auch Zutrittssperren) angeordnet, verfügt das betriebsnotwendige Personal über entsprechende Ausnahmeregelungen für den Einsatz, wie sie auch für medizinisches Personal und allgemein für Personal der kritischen Infrastruktur (KRITIS) gelten.

Wie steht es um die Belieferung mit wichtigen Vorprodukten wie zum Beispiel Ersatzteilen?

Ein Ausfall der Lieferkette ist aktuell in Hinblick auf die Auswirkungen auf die Absatzmärkte nicht akut, da die notwendigen Anlagen wie die sensiblen Ersatzteile redundant vorhanden sind bzw. vorgehalten werden. Durch den Ausfall von Zulieferern ist jedoch bereits jetzt absehbar, dass es in Einzelfällen zu Verzögerungen bei Bauprojekten/Umrüstungen kommen kann. Auch hier muss eine tagesaktuelle Bewertung erfolgen, wenn es zu einem Ausfall von Wirtschaftszweigen kommt, die für die Zulieferung relevant sein können. Im Gasbereich ist die Versorgungslage aufgrund des milden Winters überdurchschnittlich gut, die originäre Bezugssituation ebenfalls. Die Lieferketten werden kontinuierlich überwacht, um frühzeitig Risiken zu identifizieren und Redundanzen zu entwickeln. Zudem werden alternative Lieferanten geprüft, insbesondere von betriebsnotwendigen Verbrauchsstoffen.

Warum ist das Trinkwasser vor Viren gut geschützt?

Trinkwasser ist das in Deutschland am stärksten kontrollierte Lebensmittel und wird nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik gewonnen, aufbereitet und in das Leitungsnetz verteilt. Es ist deshalb sehr gut gegen alle Viren geschützt. Eine Übertragung des neuartigen Corona Virus SARS-CoV-2 erfolgt nach derzeitigem Wissensstand vor allem über den direkten Kontakt zwischen Personen oder kontaminierte Flächen. Bereits aus diesem Grund ist die Gefahr der Infizierung über das Trinkwasser sehr gering.

Ein weiterer Sicherheitsaspekt: In Jülich wird das Trinkwasser von der SWJ von drei Tiefbrunnen gefördert, kommt aus einer Tiefe von 130 Metern, das ist noch um ein vielfaches tiefer als Grundwasser. Es ist von konstant guter Wasserqualität, die ständig überprüft wird. In der aktuellen Untersuchung der „Eurofins Hygiene Institut Berg GmbH“ wird ihm beste Trinkwasser-Qualität bescheinigt.

In Deutschland stellt das seit Jahrzehnten eingeführte Multibarrieren-System, bestehend aus Ressourcenschutz (u. a. Ausweisung von Wasserschutzgebieten), Wassergewinnung, Wasseraufbereitung und Wasserverteilung unter Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik sowie die fachgerechte Planung, der Bau und der Betrieb einer Trinkwasser-Installation (u. a. korrekte Absicherung) eine sichere Grundlage zur Vermeidung wasserbedingter Epidemien dar. So hat zum Beispiel das Grundwasser, welches für die Trinkwassergewinnung genutzt wird, eine längere Bodenpassage durchlaufen und ist im Untergrund gut gegen alle mikrobiellen Verunreinigungen, einschließlich Viren, geschützt.

Verfügen die Wasserversorger über Notfallpläne?

Die SWJ ist für Krisenfälle vorbereitet, sie ist bei Bedarf in lokalen und regionalen Krisenstäben eingebunden. Als Versorger können wir auf Pandemie -, Vorsorge- und Notfallpläne zurückgreifen.

Kann das Corona-Virus über das Trinkwasser aus dem Hahn übertragen werden?

In Jülich wird das Trinkwasser von der SWJ von drei Tiefbrunnen gefördert und kommt aus einer Tiefe von 130 Metern, das ist noch um ein vielfaches tiefer als Grundwasser. Es ist von konstant guter Wasserqualität, die ständig überprüft wird. In der aktuellen Untersuchung der „Eurofins Hygiene Institut Berg GmbH“ wird ihm beste Trinkwasser-Qualität bescheinigt.

Grundsätzlich wird Trinkwasser in Deutschland vorwiegend aus Grundwasser gewonnen. Das gewährleistet eine hohe Sicherheit gegenüber mikrobiologischen und chemischen Risiken. Dort, wo Trinkwasser aus Oberflächengewässern gewonnen wird, werden in der Regel aufwändige technische Verfahren eingesetzt, mit denen die Grenzwerte und Anforderungen der Trinkwasserverordnung eingehalten werden. Ist dies der Fall, erscheint eine Infektion des Menschen mit dem Covid-19-Virus über Trinkwasser nach derzeitigem Kenntnisstand sehr unwahrscheinlich. Trinkwasser ist zudem das am besten kontrollierte Lebensmittel.

Das Umweltbundesamt führt deshalb in der aktuellen Stellungnahme zu SARS-CoV-2 aus, dass „Trinkwässer, die unter Beachtung der allgemein anerkannten Regeln der Technik gewonnen, aufbereitet und verteilt werden, sind sehr gut gegen alle Viren, einschließlich Corona Viren, geschützt“ sind. „Eine Übertragung des Corona Virus über die öffentliche Trinkwasserversorgung ist nach derzeitigem Kenntnisstand höchst unwahrscheinlich.“